Vor dem Fall

So wird sie einst vom Himmel fallen
und wie ein Felsen untergehen
So wie der Wind
den Adler zur Erde drückt
Tief hinein in die Kälte

Dann spritzt das Wasser hinauf
zum Licht des ersten Morgens
zerbricht in tausend Buntglasscherben
und nimmt zwei Farben mit hinab
Das Blauschwarz und das klare Farblos

In eben diesem Wasser
wird der Eitle sich dann spiegeln
Bis schließlich die Wellen denken
dass sie das Höchste sind
und fliegen könnten
Doch wie das Eis emporwächst
erhebt sich ein kalter Wind

Da sieht das stolze Tier
am Horizont im Sonnenstrahl
das letzte Prisma zerspringen
in tausende Blüten, die fallen
auf blauschwarzen Grund
um in farblosen Tiefen
das Herz zu erfrieren

Und der kalte Sturm
drückt den Adler zu Boden
Es gibt keinen Aufwind
ohne die Wärme von innen