Stadtblumen

Schatten wie das Blut eines toten Wesens
ergießen sich über die Wege
Jeder hier sucht vergeblich
ein Zeichen echten Lebens
Einsam, als legte jemand Blumen
auf ein Grab

Grünes bleibt verborgen in der Dunkelheit
Die Welt verschwimmt, trostlose Tränen
für nichts geweint
Tausende Menschen, unzählige Straßen
ohne Zusammenhalt
Einsam spiegelt sich im schwarzen Teich
die homogene Masse, die doch nichts eint

Sie alle kamen, um etwas zu finden
Und sie suchen noch immer in den Schatten
zwischen den Mauern, die wissen
dass es nichts zu finden gibt
Einsam stehen sie und sehen, wie die Gasse stirbt

Sie reden über sinnlose Dinge
Niemand spricht das was er denkt
Worte erscheinen wie Geräusche
vermischen sich, lösen sich auf
Wenn sich das Blut noch tiefer
über die Straßen senkt
stehen wir einsam, wie mit Blumen am Grab
lässt niemand einem Gefühl seinen Lauf