Neumondtraum

Es ist der Hass auf dieses Leben
in dem alles nur zerbricht
Will mich selbst nur leben lassen
solange es erträglich ist

So sitze ich hier
mit Schatten auf dem Herzen
mit der Sonne auf den Schultern
und dem Wissen in Gedanken:
All dies bleibt für immer.
Nur Glück ist flüchtig und schwindet
wie der Frühjahrswind in jedem Jahr
Nur kommt es manchmal nicht wieder.

Manchmal werden wir zu Wunden
die kristallin und schwarz verheilen
Was ist das alles gedankenlos
den Schmerz erneut an Worte zu binden.
Doch wie viele Gedanken
kann ein Mensch denn ertragen?
Bevor er am Ende zerbricht?
Wie dicht kann ein Messer
neben deinem Kissen schlafen?
Bevor es kalt-silbern
dein Herz küsst?